Warum französische Kinder keine Nervensägen sind


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Oben: Petra Scherzer

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Ich habe das Buch von einer Freundin bekommen und ziemlich rasch durchgelesen. Beigefügte Tipps, sind leditlich Ideen und dienen der Inspiration, das eigene Bauch- und Hirngefühl sind immer noch die besten Parameter.

Hier die wichtigsten Inputs, die den Auftrag als Eltern ein kompetentes Fundament zu erschaffen, hilfreich sein können:

 

1.  Den Kindern Geduld beizubringen. „Impulskontrolle“

 

Das heißt, nicht alles was sie möchten, wird sofort erfüllt. Durch diese Intervention lernen Kinder ihre Impulse zu kontrollieren und nochmals zu überprüfen, ob sie das auch wirklich möchten. Zudem bekommen sie ein Gefühl dafür, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und soziale Kompetenzen werden gestärkt.

 

2.  Die Kinder sollen lernen, zu fragen, ob sie jenes oder das tun dürfen. „Soziale Einbindung“

 

Ich glaube hierbei ist wichtig, dass wir sie in ihrer Selbstständigkeit unterstützen, dass es aber ein schmaler Grad ist, zwischen Selbstständigkeit und „alles durchsetzen“

 

3.  Aufhören mit dem ständigen und oftmals übertriebenen loben. „Selbstliebe“

 

Die Kinder können dadurch lernen, dass ihre gute Gefühl nicht von der Bewertung anderer abhängt, sondern, dass sie selbst der Maßstab sind.

 

4. Wir Eltern dürfen aufhören, Animationsjunkies zu sein. „Kreativität entfalten“

 

Unsere Kinder dürfen sich auch mal langweilen und vor allem SOLLEN sie sich auch mal langweilen, denn dadurch wird ihre Kreativität gefördert und es entsteht Platz für Fantasie. Ich denke, dass wir Eltern auch wieder ein Stück weit aufgefordert sind, nicht sofort mit Ideen und Tablets zur Stelle zu sein, um unseren Kindern ja nicht das Gefühl von Langeweile zuzumuten, sondern dass es darum geht, dass die Kinder auch die Zeit und den Raum erhalten, ihre eigene Interessen zu entwickeln und kennen zu lernen. Was machen sie gerne? Worin sind sie gut? Was gibt ihnen ein gutes Gefühl. Das ist ein gutes Fundament, auch im Erwachsenenalter Hobbys zu finden und selbst  aktiv zu bleiben. Mit mehr Eigenmotivation als Fremdmotivation.

 

5.  Die Kinder ernst nehmen. „Ebenbürdigkeit“

 

Manchmal versuchen wir Erwachsenen, ihnen einzureden, wie sie sich gerade fühlen zB.: „Das kann doch nicht weh tun“ „Nein, ich glaub dir nicht, dass dir wirklich heiß ist, lass die Weste an.“ Dadurch bringen wir unseren Kindern bei, dass sie sich selbst und ihren Gefühlen nicht trauen können. Wenn wir sie dagegen als vollwertigen Menschen wahr nehmen, nein nicht als Erwachsenen, sondern als Kind, dass manchmal unsere Erfahrungen braucht, aber keine externen Zurechtweisungen, dann kann man auf einer partnerschaftlichen Basis kooperieren.

 

Ich finde es ist ein gelungenes Buch mit wertvollen Tips, einiges erachte ich persönlich als nicht sinnvoll, zum Beispiel, den Kindern beizubringen, nach der Uhr zu essen, das heißt wie im Buch angeführt, alle 3 Stunden. Eine gute Verbindung zum Hungergefühl ist für mich wichtig.