Helfen Geschenke gegen das schlechte Gewissen...


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Wir befinden uns in einer der stillsten Zeit des Jahres, so steht es in Büchern. Doch in Wahrheit sieht es ganz anders aus, die Einkaufszentren sind überfüllt mit Erwachsenen die Geschenke für ihre Kinder kaufen. Plastik neben Plastik, eingepackt in Plastik.

 

Meine Kinder erhalten jedes Jahr Spielwaren, die sie auspacken, in eine Ecke stellen und fortan ignorieren.

 

Doch letzen Endes geht es bei Weihnachten nur um DIESEN einen kostbaren Moment. Den Moment wo das Glöckchen läutet und die Kinder vor einem geschmückten Baum stehen, die Familie vereint ist und wirklich Stille herrscht. Stille in den Herzen und im Gedanken. Die Kleinen stehen verzaubert davor und staunen über etwas, dass man nicht kaufen kann, einen Moment den man nicht beschreiben kann, einen Atemzug den man nicht festhalten kann.

 

Und ich denke darauf sollten wir uns zurück besinnen. Wir als Eltern sind aufgefordert, diesen staunenden Moment zu erschaffen und ihn nicht zu überdecken mit einem Übermaß an Geschenken, an denen unsere Kinder schnell wieder das Interesse verlieren. Warum müssen es immer 4, manchmal 5 Geschenke sein?

 

Vielleicht versuchen wir damit unser schlechtes Gewissen auszugleichen. Weil wir arbeiten gehen, weil wir keine Zeit haben, weil wir im Streß sind... Wir glauben wir können "es wieder gut machen"..... mit materiellen Gütern....

 

All die Zeit, die wir nur physisch bei unseren Kindern sind und nicht geistig, ist verschwendete Zeit. Ich bin ganz klar in meinem Statement, dass es ok ist, nicht immer "körperlich" bei den Kindern zu sein sondern den eigenen Weg zu gehen, Ausgleich zu finden und das sollte man dann ohne schlechtem Gewissen tun.

 

Und wenn man dann wieder bei seinen Kindern ist, dann sollte man DAS, aus vollem Herzen tun. Anwesend sein mit allen Sinnen. Den Beruf, die Gedanken, die Last, vor der Haustüre ablegen und sich drinnen die Schuhe der Geduld anziehen.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Müttern und Vätern eine besinnliche und ruhige Weihnachtszeit. Und vielleicht schaffen wir es, weniger Geschenke zu kaufen und mehr Umarmungen und Liebe zu schenken.